Kvarner Bucht

 

Nach dem Unabhängigkeitskrieg hat sich Kroatien im Laufe der zeit wieder zu einer Ferienregion gemausert, die auch wieder vom Tourismus gut angenommen wird. Ein Kleinod in diesem Land ist die Kvarner Bucht. Sie hat von den kriegerischen Handlungen so gut wie nichts mitbekommen, da die Frontlinie etwa 300 Kilometer entfernt war. Das Seebad Opatija dämmerte noch vor wenigen Jahren als Kurort für jugoslawische Pensionäre dahin. Nach dem Krieg wurde versucht, durch Eröffnung von Clubs und Cafes jüngeres Publikum anzuziehen, was auch funktionierte, sehr zum Leidwesen der anderen meist zahlungskräftigen Gäste. Man besann sich eines besseren und wurde wieder das, für das Opatija einst bekannt war, ein Ort zum entspannen und erholen. Viele Hotels mit angeschlossenem Wellnessbereich wurden angesiedelt. Man setzt eben doch auf die gut betuchte Klientel der Kurgäste.


Man nennt Opatija auch das adriatische Nizza. Auch andere bekannte Orte wie Cres, Losinj und Rijeka befinden sich in der Kvarner Bucht. An der 12 Kilometer langen Uferpromenade von Opatija reihen sich Villa an Villa, teilweise frisch renoviert, bei anderen, welch ein Gegensatz bröckelt der Putz. Um das Tor zur Inselwelt der Kvarner Bucht zu betreten, reist man mit der Fähre auf die Insel Cres. Die Insel ist durch eine Brücke mit Losinj, einer Nachbarinsel verbunden. Die Wasserqualität in den geschützten Buchten sind ein Paradies für Schnorchler, Taucher und Segler. Eine Reihe von Delphinen leben ebenfalls in diesem Gebiet. Rijeka ist eine der größten Städte in der Kvarner Bucht. Mit seinen rund 165.000 Einwohnern hat die Stadt viel zu bieten, wie zum Beispiel eine Einkaufsmeile und viele Straßencafes. Auch die Kultur kommt hier nicht zu kurz. Sie sehen, eine Reise zur Kvarner Bucht kann man nur empfehlen.