Vis

 

Die kroatische Insel Vis liegt ca. 60 km von der Dalmatinischen Küste entfernt und ist von dieser nur über Fähren erreichbar. Über einen Flughafen verfügt die Insel nicht. Im Vergleich zu anderen kroatischen Inseln ist Vis mit seinen rund 90 km2 relativ klein. Durch ihre exponierte Lage in der Adria kann sich aber Vis gleich auf mehrere historische Ereignisse berufen. Bereits im Altertum gründeten die Griechen hier eine Kolonie mit dem Namen Issa. In einer archäologischen Zone sind noch einige Reste aus dieser Zeit zu sehen. An der Wende zum 18. Jahrhundert wurde die Insel zum Zankapfel verschiedener Seemächte, die die Adria zu beherrschen versuchten. So besiegten im Jahre 1811 englische Schiffe eine französische Flotte.


1866 gelang an derselben Stelle ein entscheidender Sieg der österreichischen Flotte gegenüber einem italienischen Geschwader. Dieser Sieg bei Lissa, dem damaligen Namen der Insel, ging als die Seeschlacht von Lissa in das Geschichtsbewusstsein Österreichs und Italiens ein. Auch im 2. Weltkrieg sollte die Insel eine Rolle spielen. So verbrachte der Partisanenführer Josip Broz Tito einige Zeit auf der Insel Vis. Die von ihm benutzte Höhle bei der Ortschaft Komiža kann besichtigt werden. Eine Höhle der ganz anderen Art bildet aber die Blaue Grotte, die sich auf der kleinen Nachbarinsel Biševo befindet. Eine kurze Bootsfahrt dorthin begeistert viele Besucher ebenso, wie die auf Vis organisierten Tauchfahrten zu den vor der Insel zahlreich gesunkenen Schiffen. Für kulinarische Genüsse bieten sich frisch gefangener Fisch und der bereits in der Antike gelobte Wein von den Hängen der Insel an.